Vom Online-Testament zum digitalen Zombie
Der Tod im digitalen Zeitalter
Je öfter und intensiver wir Handy, PC, Tablet oder andere vernetzte Geräte nutzen, desto mehr digitale Spuren hinterlassen wir. Was geschieht damit, wenn wir tot sind? Wie beeinflusst die Digitalisierung Nachlassplanung und Trauerbewältigung? Welche Fragen stellen sich rund um das digitale Erbe Verstorbener?
Angesichts der sozialen Medien wird diese Frage umso drängender: So sollen im Jahr 2100 auf Facebook die Profile, die zu Verstorbenen gehören, die Anzahl der lebenden Facebook-User übertreffen. In den letzten Jahren sind zunehmend Dienstleistungen auf den Markt gekommen, die Hilfe bei der digitalen Nachlassplanung und -verwaltung anbieten, wenn zum Beispiel nicht klar ist, was nach dem Tod mit den persönlichen Daten geschehen soll oder wo Passwörter sicher aufbewahrt werden, damit die Erben Online-Konten in den Gedenk-Zustand versetzen oder löschen können. Andere Anbieter ermöglichen es, Tonaufnahmen oder Videos zu hinterlegen, die den Hinterbliebenen zu einem bestimmten Zeitpunkt abgespielt werden. Es ist sogar möglich, die persönlichen Daten von Verstorbenen für die Programmierung von Chatbots oder Avataren zu verwenden, die dann den Kontakt zu den Angehörigen über deren Tod hinaus simulieren. Der Kurs zeigt auf, wie die Digitalisierung Tod und Trauerbewältigung beeinflussen und welche Chancen, aber auch Risiken die Dienstleistungen rund um das "Digital Afterlife" mit sich bringen.
Die Teilnehmenden lernen den Einfluss der Digitalisierung auf die Nachlassplanung und Trauerbewältigung kennen und erhalten einen Einblick in die Möglichkeiten, aber auch in die Herausforderungen der Dienstleistungen rund um das "Digital Afterlife".
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Keine Vorkenntnisse nötig.
Elisabeth Ehrensperger
TA-SWISS ist die Schweizer Stiftung für Technologiefolgen-Abschätzung. Sie stellt unabhängige und ausgewogene wissenschaftliche Grundlagen zu neuen technologischen Entwicklungen bereit und erarbeitet Studien zu den Chancen und Risiken neuer Technologien zuhanden des Parlaments, des Bundesrats, der Verwaltung und der Bevölkerung.
Mit Vorträgen an der Volkshochschule verfolgt TA-SWISS das Ziel, die Ergebnisse ihrer Studien einem möglichst breiten Publikum bekannt zu machen und die Teilnehmenden zu befähigen, Chancen und Risiken zu den besprochenen Technologien abzuwägen.
Dr. rer. soc. Elisabeth Ehrensperger ist Direktorin der TA-SWISS, Historikerin und Politikwissenschaftlerin.
Do 25.02.2027 18.15–19.45 Uhr
KostenCHF 40.–
Kursnummer271-33061
Ort
Unitobler
Lerchenweg 36
3012 Bern
Der Kurs präsentiert die Ergebnisse der Studie "Der Tod im digitalen Zeitalter". Mit dieser interdisziplinären Studie sollen die Chancen und Risiken der Technologien in den Bereichen Sterbevorsorge, Verwaltung der digitalen Daten von Verstorbenen und Trauerarbeit abgeschätzt werden.
TeilnehmendeMin. 7