China und die neue Weltordnung
Vom Aufstieg zur globalen Systemmacht
China hat sich in wenigen Jahrzehnten von einem armen Entwicklungsland zur zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt und zu einem globalen Machtzentrum entwickelt. Der vierteilige Kurs zeichnet diesen Aufstieg nach und analysiert seine Folgen für die internationale Politik. Ausgehend von den Reformen Deng Xiaopings werden die wirtschaftliche Modernisierung, die Ära Xi Jinping und Chinas wachsender Einfluss auf Wirtschaft, Technologie und Sicherheitspolitik beleuchtet. Ein Schwerpunkt liegt auf der Rivalität zwischen China und den USA: Handelskrieg, Chipkonflikt, Künstliche Intelligenz, Taiwan und die zunehmende militärische Konkurrenz im Indopazifik werfen die Frage auf, ob die Welt in einen neuen Kalten Krieg eintritt. Darüber hinaus werden die Beziehungen zwischen China und Russland, ihre Kooperation im Schatten des Ukrainekriegs sowie die Entstehung neuer geopolitischer Bündnisse untersucht.
Abschliessend diskutiert der Kurs die Rolle der BRICS-Staaten, des Globalen Südens und die Auswirkungen digitaler Technologien auf die internationale Ordnung. Ziel ist es, die wichtigsten Entwicklungen der Gegenwart verständlich einzuordnen und mögliche Szenarien für die Weltpolitik bis 2035 zu entwerfen.
Die Teilnehmenden
- verstehen die wichtigsten Etappen des chinesischen Aufstiegs seit 1978
- können die Ursachen und Dynamiken der US-chinesischen Rivalität einordnen
- nalysieren die geopolitische Bedeutung der Beziehungen zwischen China und Russland
- gewinnen einen Überblick über BRICS, den Globalen Süden und den Einfluss neuer Technologien auf die internationale Ordnung
- entwickeln ein fundiertes Verständnis möglicher Entwicklungen der Weltpolitik bis 2035
Politisch und historisch interessierte Erwachsene.
Keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich.
Gunnar Henrich
Dr. phil. Gunnar Henrich studierte in Freiburg im Breisgau und in der Volksrepublik China Politische Wissenschaften und Geschichte und promovierte an der Universität Bonn bei Professor Xuewu Gu über die chinesische Afrikapolitik.
Seit 2018 ist er als Dozent für verschiedene Veranstalter der politischen Erwachsenenbildung in Deutschland und der Schweiz tätig.
Er ist Experte für die Volksrepublik China. Gunnar Henrich beschreibt in seinen Vorträgen die aktuelle Politik Chinas, erklärt Chinas Rolle in der Weltpolitik und unterrichtet über die chinesische Zeitgeschichte.
Mi 27.01.2027 18.30–20.00 Uhr
Mi 03.02.2027 18.30–20.00 Uhr
Mi 10.02.2027 18.30–20.00 Uhr
Mi 17.02.2027 18.30–20.00 Uhr
KostenCHF 120.–
Kursnummer271-10002
Ort
Unitobler
Lerchenweg 36
3012 Bern
Power-Point-Präsentation
TeilnehmendeMin. 7